An der Universität Genf erforscht die Arbeitsgruppe von Prof. Sascha Hoogendoorn, Associate Professor im Department of Organic Chemistry, (2. von links im Titelbild), die biologischen Mechanismen der Zellkommunikation und entwickelt chemische Werkzeuge zur gezielten Untersuchung zellulärer Signalwege. Die interdisziplinäre Forschung verbindet organische Chemie, Zellbiologie und Genetik und setzt dabei auf moderne Mikroskopietechnologien. Für High-Content-Imaging-Anwendungen und zellbasierte Assays vertraut das Team auf Lösungen von ibidi, die eine zuverlässige Grundlage für anspruchsvolle Forschungsprojekte bieten. Im Interview erfahren Sie mehr über die Forschungsaktivitäten der Gruppe von Prof. Sascha Hoogendoorn und darüber, warum sie für ihre anspruchsvollen Forschungsprojekte auf Mikroskopielösungen von ibidi vertraut.
VITARIS unterstützt Forschungseinrichtungen und Labore bei der Auswahl der optimalen ibidi-Produkte für ihre spezifischen Anwendungen in Zellkultur und Mikroskopie. Dank unserer langjährigen Partnerschaft mit ibidi seit 2011 bieten wir fundierte Produktberatung.
Department of Organic Chemistry der Universität Genf

Bildauswertung im Labor von Prof. Sascha Hoogendoorn
Liebe Frau Hoogendoorn – könnten Sie uns einen Überblick über die Aktivitäten Ihres Labors und die wichtigsten Forschungsgebiete geben?
Prof. Sascha Hoogendoorn: Unsere Forschungsgruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung chemischer Werkzeuge, um biologische Prozesse besser zu verstehen und gezielt zu beeinflussen. Im Mittelpunkt unserer Forschung steht das primäre Zilium, eine kleine Organelle, die aus der Zellmembran herausragt und als „Antenne“ der Zelle fungiert. Sie ermöglicht die Kommunikation zwischen Zellen und spielt eine wichtige Rolle bei der embryonalen Entwicklung sowie für die menschliche Gesundheit.
Welche Forschungsarbeiten oder Analysen führen Sie typischerweise in Ihrem Labor durch?
Prof. Sascha Hoogendoorn: Unsere Forschung ist stark interdisziplinär und verbindet die organische Synthese, also die Entwicklung neuer Moleküle, mit Methoden aus der Biochemie, Zellbiologie und Genetik. Dadurch können wir Zelllinien mit spezifischen Fluoreszenzmarkern erzeugen, Gen-Knockouts zur Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Wirkstoffen und Genen erstellen sowie Molekül-Protein-Interaktionen in vitro analysieren.
Präzision für anspruchsvolle Zellkultur- und Imaging-Anwendungen

Welcher Bedarf hat Sie dazu veranlasst, nach neuen Lösungen für Ihre Zellkulturexperimente zu suchen?
Prof. Sascha Hoogendoorn: Wir untersuchen regelmässig die Auswirkungen unserer Wirkstoffe auf Zellen im Rahmen von Dosis-Wirkungs-Experimenten. Da wir meist mehrere Wirkstoffanaloga parallel testen möchten, entsteht schnell eine grosse Anzahl unterschiedlicher Versuchsbedingungen. Deshalb führen wir den Grossteil unserer Mikroskopieexperimente auf einem High-Content-Mikroskop durch, das die Analyse von bis zu 96 Bedingungen innerhalb eines Experiments ermöglicht.
Warum haben Sie sich für Produkte von ibidi entschieden?
Prof. Sascha Hoogendoorn: Wir nutzen das High-Content-Mikroskop der ACCESS Facility in Genf. Dort wurde die Kompatibilität verschiedener Mikroskopieplatten umfassend geprüft, wobei die Platten von ibidi die besten Ergebnisse erzielten. Aufgrund dieser Empfehlung haben wir uns für ibidi entschieden und verwenden inzwischen auch weitere Produkte des Unternehmens für Mikroskopieanwendungen mit geringerem Probendurchsatz.
Welche Produkte oder Lösungen von ibidi setzen Sie hauptsächlich ein und für welche Anwendungen?
Prof. Sascha Hoogendoorn: Wir verwenden hauptsächlich die 96-Well-Mikroskopieplatten von ibidi für High-Content-Imaging-Anwendungen. Darüber hinaus haben wir bereits High-Content-Screens im 384-Well-Format durchgeführt und nutzen 4- beziehungsweise 8-Well Chamber Slides für Untersuchungen mit konventionellen konfokalen Mikroskopen.
Welche Eigenschaften oder Vorteile der ibidi-Produkte sind für Ihre tägliche Arbeit besonders wertvoll?
Prof. Sascha Hoogendoorn: Damit unsere Zellen ein primäres Zilium ausbilden können, müssen sie zunächst zu einem geschlossenen Monolayer heranwachsen. Ein entscheidender Faktor hierfür ist die Zelladhäsion. Unsere Zellen haften auf den ibidi-Platten konstant und zuverlässig, wodurch sich diese hervorragend für unsere Experimente eignen.
Relevante Produktneuheiten bei ibidi
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