Vitaris News Sterilisation Effiziente Sterilisation von Feststoffen und Flüssigkeiten.

Effiziente Sterilisation von Feststoffen und Flüssigkeiten.

Geschrieben von Patrik Betschon • Publiziert am 6. Februar 2026

Sterilisation ist ein Grundprozess im Laborbetrieb. Sie betrifft täglich Medien, Instrumente, Abfälle und Verbrauchsmaterialien. In Forschung, Qualitätskontrolle und Produktion entscheidet sie über reproduzierbare Ergebnisse, Arbeitssicherheit und regulatorische Konformität. Fehler in diesem Prozess führen zu Kontaminationen, Wiederholungen oder Produktionsausfällen.

Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Labore arbeiten mit höherem Probendurchsatz, knapperen Ressourcen und strengeren Vorgaben an Dokumentation und Nachvollziehbarkeit. Geräte müssen stabil laufen, klar steuerbar sein und definierte Prozesse zuverlässig abbilden. Die reine Erzeugung von Temperatur und Druck reicht dafür nicht mehr aus.

Vertikale Autoklaven übernehmen in diesem Umfeld eine zentrale Rolle. Sie sind kein isoliertes Gerät, sondern Teil der Laborinfrastruktur. Ihre Auslegung beeinflusst Zykluszeiten, Arbeitsabläufe, Betriebskosten und die Qualitätssicherung. Unterschiede in Technik, Ausstattung und Automatisierung wirken sich direkt auf den Alltag von Anwendern, Technikern und Verantwortlichen aus.

Ein fundiertes Verständnis der technischen und prozessualen Anforderungen ist daher Voraussetzung für eine sachgerechte Auswahl und Nutzung. Der folgende Artikel ordnet diese Anforderungen ein und zeigt, welche Kriterien bei der Bewertung moderner vertikaler Autoklaven im Laborumfeld entscheidend sind.

Unterschiedliche Ladungen, unterschiedliche Anforderungen

Feste und flüssige Medien stellen grundlegend verschiedene Anforderungen an den Sterilisationsprozess. Bei Feststoffen liegt der Fokus auf der vollständigen Entfernung von Restfeuchte nach der Sterilisationsphase. Verbleibende Feuchtigkeit kann die Sterilität beeinträchtigen oder empfindliche Materialien schädigen. Bei Flüssigkeiten steht eine kontrollierte Druck und Temperaturführung während der Abkühlphase im Vordergrund. Unkontrolliertes Abkühlen kann zu Siedeverzug, Überkochen oder Glasbruch führen.

Technische Konzepte, die Vakuumunterstützung, beheizte Kammerwände und aktive Kühlung kombinieren, ermöglichen eine differenzierte Steuerung dieser Prozesse. Dadurch lassen sich sowohl feste als auch flüssige Ladungen innerhalb eines Systems sicher behandeln, ohne Kompromisse bei der Prozessqualität einzugehen. Für Anwender reduziert dies den Bedarf an spezialisierten Einzelgeräten.

Zykluszeiten und Verfügbarkeit

In vielen Laboren bestimmt nicht das Kammervolumen, sondern die Zyklusdauer die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Autoklaven. Lange Trocknungs oder Abkühlphasen führen zu Engpässen und erhöhen den organisatorischen Aufwand. Verkürzte Zykluszeiten wirken sich direkt auf die Anzahl möglicher Chargen pro Tag aus und verbessern die Geräteverfügbarkeit.

Integrierte Kühlspiralen, aktive Umluftsysteme oder zusätzliche Ventilationsoptionen verkürzen insbesondere die Abkühlphase bei Flüssigkeiten. Eine effiziente Trocknung reduziert Nachlaufzeiten bei Feststoffen. Diese technischen Faktoren tragen zu einer besseren Planbarkeit bei und unterstützen einen gleichmässigen Laborbetrieb, auch bei hohem Probenaufkommen.

Materialien und Betriebskosten

Die Auswahl der eingesetzten Materialien beeinflusst sowohl die Lebensdauer des Autoklaven als auch die laufenden Betriebskosten. Kammern aus Edelstahl AISI 316L bieten eine hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien, Reinigungsmedien und Kondensaten. Sie eignen sich für anspruchsvolle Anwendungen und erleichtern die langfristige Qualifizierung des Geräts.

Aussenverkleidungen aus Edelstahl AISI 304 schützen vor Korrosion im Laborumfeld und erhöhen die mechanische Stabilität. Voll elektrische Autoklaven-Konzepte reduzieren den Energiebedarf und vereinfachen die Installation, da keine zusätzlichen Dampferzeuger oder Druckluft-Anschlüsse erforderlich sind. Ein optimierter Wasserverbrauch wirkt sich ebenfalls direkt auf die Betriebskosten aus, insbesondere bei häufigen Zyklen.

Rückverfolgbarkeit und digitale Prozesse

In regulierten Umgebungen ist die lückenlose Dokumentation aller Sterilisationsprozesse unverzichtbar. Relevante Kriterien sind die automatische Erfassung von Temperatur, Druck, Zeit und Zyklusstatus sowie die eindeutige Zuordnung zu Chargen oder Proben. Digitale Prozesskontrolle reduziert manuelle Eingriffe und senkt das Fehlerrisiko.

Moderne Systeme unterstützen barcodebasierte Identifikation, integrierte Protokollspeicherung und die Anbindung an übergeordnete Softwarelösungen. Diese Funktionen erleichtern Audits nach GMP oder FDA, beschleunigen die Datenbereitstellung und erhöhen die Transparenz über den gesamten Prozessverlauf. Die digitale Archivierung ersetzt zunehmend papierbasierte Dokumentationsformen.

Ergonomie und Arbeitssicherheit

Neben der technischen Prozessqualität beeinflussen ergonomische und sicherheitsrelevante Merkmale die tägliche Nutzung eines Autoklaven erheblich. Ein elektrisch unterstütztes, automatisches Türsystem reduziert den Kraftaufwand beim Öffnen und Schliessen der Kammer und minimieren das Verletzungsrisiko. Sicherheitsverriegelungen stellen sicher, dass die Tür erst bei vollständigem Druck und Temperaturabbau freigegeben wird.

Bakteriologische Filter an Zu- und Abluft verhindern, dass kontaminierte Luft in den Arbeitsbereich gelangt oder ungefilterte Umgebungsluft in die Kammer eintritt. Intuitive Touchscreen-Oberflächen mit klar strukturierten Menüs, Statusanzeigen und Warnmeldungen unterstützen eine sichere Bedienung. Hebesysteme für schwere Körbe sowie antistatische Rollen mit Feststellbremsen reduzieren körperliche Belastungen und erhöhen die Arbeitssicherheit im täglichen Laborbetrieb.

Technische Bewertung als Entscheidungsgrundlage

Die Auswahl eines vertikalen Autoklaven sollte sich an den realen Prozessanforderungen orientieren. Entscheidend ist, ob das System unterschiedliche Ladungstypen reproduzierbar sterilisiert und kritische Phasen wie Trocknung und Abkühlung kontrolliert steuert. Diese Faktoren beeinflussen direkt die Prozesssicherheit und den Validierungsaufwand.

Ebenso relevant sind Zyklusdauer, Energie und Wasserverbrauch sowie Wartungsintervalle, da sie die Betriebskosten über den gesamten Lebenszyklus bestimmen. Sicherheitsfunktionen und ergonomische Ausführung wirken sich auf Bedienfehler und Arbeitsbelastung aus. Eine strukturierte Bewertung dieser Kriterien ermöglicht eine belastbare Gerätewahl mit direktem Einfluss auf Qualität und Betriebssicherheit.

Produktübersicht

RAYPA

TLV-DUAL Serie

  • Mit Supertrocknungssystem und Schnellkühlung
  • Vertikalautoklav
  • Maximale Flexibilität (Flüssigkeiten und Festkörper)
  • Bruttovolumina: 58, 83, 124, 169 L
  • Optional mit HEPA-Filter für Bio-Hazard Abfall
  • Mit Dampfgenerator

RAYPA

TLV-FA Serie

  • Mit Schnellkühlsystem
  • Vertikalautoklav
  • Ideal für die Sterilisation von Flüssigkeiten
  • Bruttovolumina: 58, 83, 124, 169 L
  • Optional mit HEPA-Filter für Bio-Hazard Abfall
  • Mit Dampfgenerator

RAYPA

TLV-PD Serie

  • Mit Supertrocknungssystem
  • Vertikalautoklav
  • Ideal für die Sterilisation von Glas, porösen Feststoffen und Objekten mit
  • Bruttovolumina: 58, 83, 124, 169 L
  • Optional mit HEPA-Filter für Bio-Hazard Abfall
  • Mit Dampfgenerator

RAYPA

TLV-S Serie

  • Basisausführung
  • Vertikalautoklav
  • Bruttovolumina: 58, 83, 124, 169 L
  • Optional mit HEPA-Filter für Bio-Hazard Abfall
  • Mit Dampfgenerator

Den passenden Autoklav für Ihr Labor finden

Nutzen Sie das Selektionstool von RAYPA. Filtern Sie Autoklaven nach Technologie, Anwendung und Anforderungen. Die erweiterte Filterfunktion führt Sie in wenigen Schritten zum passenden Gerät. Wählen Sie gezielt Modelle, die zu Ihren Prozessen, Ihrem Probenvolumen und den regulatorischen Vorgaben Ihres Labors passen.

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Autor

Patrik Betschon

Nach seinem erfolgreichen Abschluss als Eidg. Dipl. Ing. Biotechnologe HTL im Jahr 1998 sammelte Patrik Betschon mehrere Jahre Erfahrung in der MedTech-Branche, bevor er 2004 zu VITARIS wechselte. Seine Karriere begann dort als Account Manager, bevor er 2009 ins Produktmanagement wechselte und die Position des Senior Product Managers übernahm. 2022 wurde er zum Head of Product Management ernannt. Seit 2023 verantwortet er gemeinsam mit Dawn Ray und Daniel Broglie als Mitglied der Geschäftsleitung die strategische und operative Führung von VITARIS.

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