Nicht jede Anwendung lässt sich in einer Standard-Sicherheitswerkbank sinnvoll abbilden. In vielen Laboren kommen Geräte, Kulturgefässe oder Versuchsanordnungen zum Einsatz, die mehr Tiefe, Höhe oder freie Arbeitsfläche benötigen als klassische Standardmodelle bieten. Das betrifft unter anderem mikrobiologische Arbeiten mit umfangreicher Materialbereitstellung, pharmazeutische Entwicklungsprozesse oder Anwendungen, bei denen zusätzliche Geräte innerhalb der Sicherheitszone platziert werden müssen. Eine grössere Arbeitszone ist dabei nicht nur eine Frage des Komforts. Sie kann dazu beitragen, Arbeitsabläufe stabiler zu gestalten, Materialien sicherer anzuordnen und Störungen im Luftstrom zu reduzieren.
Mehr Platz für Geräte, Materialien und sichere Abläufe
Die XL-Sicherheitswerkbank erweitert den verfügbaren Arbeitsraum gegenüber den Standardmodellen. Sicherheitswerkbänke im XL-Format erweitern die nutzbare Arbeitszone in Tiefe und Höhe. Das schafft mehr Freiraum für grössere Reaktionsgefässe, hohe Gebinde oder komplexe Versuchsaufbauten. Gleichzeitig lässt sich der Arbeitsbereich besser strukturieren, was bei umfangreichen Arbeitsschritten mit vielen Materialien ein praktischer Vorteil ist.
Gerade in Anwendungen mit sperrigen Komponenten oder dicht belegten Arbeitsflächen steigt bei Standardabmessungen das Risiko, dass Luftführung und Handling beeinträchtigt werden. Eine grössere Arbeitszone kann dazu beitragen, Materialien mit mehr Abstand zu positionieren und den Arbeitsprozess innerhalb der Sicherheitszone geordneter zu halten.

Installation in bestehenden Laborgebäuden
Ein zentrales Thema bei grossformatigen Sicherheitswerkbänken ist die Einbringung in bestehende Gebäude. Viele Labore befinden sich in Infrastrukturen mit begrenzten Türbreiten, Aufzügen oder Verkehrswegen. Damit wird nicht nur die spätere Nutzung, sondern bereits die Installation zu einem relevanten Auswahlkriterium.
Die modularen Lösungen von Labogene mit demontierbaren Bauteilen bieten hier einen klaren Vorteil. Wenn sich grössere Systeme ohne bauliche Eingriffe durch Standardtüren transportieren und vor Ort montieren lassen, sinkt der Aufwand für Logistik und Installation deutlich. Für Betreiber ist das vor allem in Bestandsbauten ein praxisrelevanter Punkt.
Technische Plattform und Servicefähigkeit
Auch bei Sondergrössen ist die zugrunde liegende technische Plattform ein relevantes Kriterium. Wenn XL-Modelle auf bewährten Komponenten bestehender Serien basieren, vereinfacht das Service, Ersatzteilversorgung und technische Betreuung. Für Labore reduziert sich damit das Risiko, ein funktional passendes, aber im Betrieb aufwendiges Sondersystem einzuführen.
Aus Anwendersicht ist das vor allem dann sinnvoll, wenn eine grössere Arbeitszone benötigt wird, die übrigen Anforderungen an Bedienung, Wartung und technische Infrastruktur aber möglichst nahe an etablierten Systemen bleiben sollen. Das erleichtert Schulung, Instandhaltung und langfristige Planbarkeit.
Varianten und projektspezifische Anpassungen
Der erste XL-Produktetyp von Labogene war das Modell Mars XL mit 1800 Millimeter Arbeitsbreite und 635mm nutzbarer Tiefe. XL-Sicherheitswerkbänke sind aber nicht auf ein einzelnes Format beschränkt. Die Konstruktion basiert technisch auf dem gleichen System wie die bestehenden Labogene Sicherheitswerkbänke. Auf dieser Grundlage lassen sich auch Innenbreiten von 900, 1200 oder 1500 Millimeter realisieren.
Die Ausführung kann je nach Anwendung als Class I, Class II oder als Clean Bench erfolgen. Dazu gehören beispielsweise die Modellereihen Class I, Jupiter XL oder der Clean Benches wie das Modell Fortuna XL. Bei der Fortuna XL ergibt sich sogar eine nutzbare Arbeitstiefe bis zu 800 mm. Die technische Eignung ergibt sich aus der konkreten Nutzung und nicht aus der maximal verfügbaren Grösse. Zusätzliche Anforderungen betreffen Untergestelle oder ergonomische Aspekte. Elektrisch höhenverstellbare Lösungen sind möglich, solange Höhe und Stabilität der Gesamtkonstruktion erhalten bleiben. Bei gross dimensionierten Werkbänken müssen konstruktive Grenzen berücksichtigt werden.

Einordnung der XL Plattform und wichtige Kriterien für die Bewertung
Die XL Sicherheitswerkbank erweitert das Labogene Portfolio für Anwendungen mit erhöhtem Platzbedarf im Arbeitsbereich. Sie bietet mehr Arbeitszone und bleibt in bestehende Laborumgebungen integrierbar. Installation, Wartung und Betrieb basieren auf dem gleichen technischen System wie die bestehenden Labogene Sicherheitswerkbänke.
Für Labore mit komplexen Geräten oder umfangreichen Arbeitsprozessen kann diese Plattform eine Alternative zu projektspezifischen Sonderanfertigungen sein. Für die Auswahl eines XL-Formats sind somit zwei Punkte entscheidend. Der tatsächliche Bedarf an zusätzlicher Arbeitszone und die Frage, wie sich das System in bestehende Gebäude einbringen und installieren lässt.
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